Reliefdruck oder richtiger Thermoreliefdruck

Der Thermoreliefdruck soll den teureren und aufwändigeren Stahlstichprägedruck auf preisgünstigere Weise ersetzen, da für dieses Veredlungsverfahren kein Prägestempel benötigt wird. Ergebnis ist bei beiden Verfahren eine auf dem Druckträger (Papier/Karton) erhaben stehende Schrift oder Zeichnung, die sich leicht gewölbt und reliefartig vom Hintergrund abhebt. Die häufigste Verwendungsart sind höherwertige Briefbogen und Visitenkarten.

Der im Offsetdruck oder Buchdruck hergestellte, frische Abzug wird mit einem Kunststoffgranulat/ Reliefdruckpulver bestreut, das sich mit der jeweiligen, noch nassen Druckfarbe verbindet, jedoch vom blanken Papiergrund abgesaugt werden kann. Bei einer anschließenden Hitzebehandlung in einem Infrarotheizgerät verschmilzt das farblose Pulver mit der feuchten Druckfarbe, quillt auf, trocknet und bildet anschließend die gewünschte reliefartige, ca 0,2 mm hohe Erhebung, die visuell und haptisch als  exklusiv und vornehm wahrgenommen wird.

Für dünne Linien und kleine Buchstaben wird feines Granulat, für Flächen und stärkere Bildelemente Granulat mit gröberem Korn verwendet, wobei die Korngröße mit der Stärke des Reliefs korrespondiert. Allerdings erreicht der Thermoreliefdruck nicht die Bildschärfe des Stahlstichs.

Zu beachten ist, dass Thermoreliefdrucke nur dann laserfest sind, wenn zusätzlich eine  UV-Trocknung gemacht wird und das dafür entsprechende laserfeste Reliefdruckpulver eingesetzt wird.

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Prägung

Durch das Prägen soll der Druckbogen an bestimmten, bedruckten (Farbprägung) oder unbedruckten Stellen (Blindprägung) ein Relief erhalten. Das Prägen ist auf Buchdrucktiegeln oder Stahlstichpressen mit Hilfe von Prägestempeln (meist aus Messing) üblich. Diese Stempel werden Matrize genannt und dazu wird eine Gegenform, die Patrize angefertigt. Die Patrize wird entweder aus harter Pappe ausgeschnitten oder Sie wird aus einer verformbaren Masse unter Preßdruck gebildet. Auch die Verwendung einer gefräßten Patrize ist möglich. Die Gegenform bzw. Patrize muß der Verformung des Druckbogens genügend Widerstand entgegensetzen können. Modellierung und Höhe einer Prägung hängen nicht nur von der Tiefe des geätzten oder gravierten Prägestempels und dem Anpressdruck ab, sondern ebenso von dem zu prägenden Papier.

Prägungen geben Drucksachen eine besonders werterhöhende Note. Einsatz findet diese Veredelungsvariante z.B. auf Urkunden, Gutscheinen, Visitenkarten, Briefbogen und Broschurenumschlägen.

Die Grenzen für eine zu realisierende Blindprägung liegen in der Verformbarkeit des Materials. Sie ergeben sich aus der Stoffzusammensetzung des Prägematerials, da kurzfasrige Materialien leicht an den Prägekanten brechen. Werden fein gemusterte Materialien eingesetzt, ist darauf zu achten, dass sich während des Prägevorgangs das Material dehnt und es somit zu Verzerrungen des Musters kommen kann. Die Grenzen der Verformbarkeit liegen hier in der Scher- und Berstfestigkeit des Materials. Eine zu stark strukturierte Oberfläche des Materials kann sich ebenfalls negativ auswirken, wenn diese sich nicht ausreichend durch den Prägevorgang glätten lässt. Eine wesentliche Rolle spielt hier auch die flächenbezogene Masse des Materials, voluminöse Papiere eignen sich zum Beispiel gut für eine Blindprägung, dünnes Briefpapier dagegen nicht.

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Letterpress

Der gute alte Buchdruck gilt ja bereits als ausgestorben und ist durch den Offsetdruck und den Digitaldruck ersetzt worden. Aber es gibt ja immer Liebhaber von besonderen Dingen und so wurde in Amerika der Buchdruck mit etwas mehr Druck auf dickem, meist hadernhaltigem Karton gedruckt. Dies wird Letterpress genannt und seit einigen Jahren ist diese Variante des Buchdruckes auch bei uns in Deutschland gefragt. Die Auswahl der richtigen Kartonsorten ist dabei wichtig, da ein optisch und haptisch ansprechendes Ergebnis nicht bei allen Materialien gewährleistet ist. Es reicht für eine Druckerei nicht aus, noch einen alten Heidelberger Tiegel zu haben, sondern es Bedarf schon einiger Materialkenntnis und vieler Versuche, um eine optimale Letterpressqualität zu erzielen.

Der Letterpress-Druck ist geeignet für Visitenkarten, Einladungskarten, Geburtsanzeigen, Safe-the-date-Karten und ähnlichen Produkten. Durch die vertieft liegende Schrift ergibt sich ein sehr schöner Effekt und man erkennt diesen Drucksachen an, das es sich um eine handwerkliche Arbeit handelt. Wirkt also exklusiv und edel.

Wer mehr über den Letterpress wissen möchte, kann sich in Hamburg an die Druckerei RiemerDruck wenden. Auch gibt es weitere Adressen, wenn man im Internet unter Letterpress sucht.

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QR Code

Da es jetzt immer mehr Druckerzeugnisse mit einem sogenannten QR-Code (Quick Response = schnelle Antwort) gibt, wollen wir an dieser Stelle einige Informationen dazu geben.
Der Name „QR Code ®“ ist in Amerika (USA), Australien, Japan und Europa als eingetragenes Warenzeichen von Denso Wave Incorporated geschützt. Die Verwendung ist aber lizenz- und kostenfrei, da die Spezifikationen von Denso Wave offengelegt wurden. Entwickelt wurde der QR-Code zur Markierung von Baugruppen und Komponenten des Toyota-Konzerns.
QR-Codes gehören zur Familie der 2D-Barcodes die im Gegensatz zum normalen Barcode sowohl horizontal als auch vertikal Informationen enthalten. Der QR-Code besteht aus einer quadratischen Matrix aus schwarzen und weißen Punkten. Eine spezielle Markierung in drei der vier Ecken des Quadrats gibt die Orientierung vor. Die Symbolelemente sind Quadrate, von denen sich mindestens 21×21 und maximal 177×177 Elemente im Symbol befinden. Es sind in einem Code alphanumerisch 4296 Zeichen und numerisch 7089 Zeichen speicherbar.
Der QR-Code kann in allen gängigen Druckverfahren problemlos gedruckt werden. Wie beim Strichcode ist auch hier ein möglichst hoher Kontrast wichtig, idealerweise schwarz auf weiß. Abhängig von den Möglichkeiten des verwendeten Lesegerätes ist auch eine negative Darstellung möglich. Der QR-Code kann auch farbig gedruckt werden, allerdings muss dann darauf geachtet werden, dass der Code als Halbtonbild bzw. als Strichbild gleichmäßigen Kontrast aufweist. In der Darstellungsgröße ist dem QR-Code keine Grenze gesetzt, solange das Lesegerät das Bild formatfüllend und differenziert aufnehmen kann. Es wurden schon Plakatwände und ganze Häuserfassaden mit einem einzigen QR-Code versehen. QR-Codes haben eine geringe Dateigröße, sind in jedem Bildformat denkbar, haben individuelle Designmöglichkeiten und sind trotz Rastergrafik ohne Qualitäts- oder Informationsverlust skalierbar.
QR-Code als Ticket: Durch Mobile Ticketing ist es möglich jederzeit, und an jedem Ort, ein gültiges Ticket zu erwerben. Momentane Einsatzgebiete sind Eintrittskarten für kulturelle oder geschäftliche Veranstaltungen sowie Fahrkarten für den Nah- und Fernverkehr. Über den Handybrowser kann das gewünschte Ticket gekauft werden (mobile e-commerce). Danach erhält man eine MMS mit einem 2D-Code. Dieser wird vom Veranstalter gescannt und somit das Ticket auf Gültigkeit kontrolliert.
Um aus einem Kamera-Handy einen QR-Code-Scanner zu machen benötigt man eine so genannte Reader-Software. Reader sind teilweise kostenlos. Es gibt sie von verschiedenen Herstellern und für unterschiedliche Handymodelle. Die Liste der unterstützten Handys ist von Reader zu Reader unterschiedlich.
Verfügbare QR-Code-Reader: (Die Listen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit)
Quelle: http://qrcode.wilkohartz.de
• Diverse Handymodelle (Herstellerseiten der Reader)
o Kaywa , i-Nigma , Quickmark , UpCode , BeeTagg , NeoReader
• iPhone (Apple iTunes)
o QuickMark , i-Nigma , NeoReader , BeeTagg , UpCode , Optiscan
• Android (Android Market)
o QuickMark , Kaywa , i-Nigma , QR Droid , Barcode Scanner , QR Barcode Scanner
• Windows Phone (Windows Phone Marketplace)
o QuickMark

(QR Code ® is registered trademark of DENSO WAVE INCORPORATED in Japan and other countries)

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Stahlstichprägedruck

Nicht nur optisch, sondern auch haptisch ansprechend sind Drucksachen im Stahlstichprägedruck. Der Stahlstichdruck ist eine Weiterentwicklung des Kupferstichdruckes und wurde in Amerika 1820 zum ersten Mal für den Druck von Banknoten eingesetzt. Der Druck ist erhaben und daher auch fühlbar. Heute wird dieses Prägeverfahren nicht nur  für Banknoten und Briefmarken, sondern auch für exklusive Drucksachen wie Visitenkarten und Briefpapier für Vorstände, Diplomaten, Geschäftsführer und alle, die Wert auf hochwertige Drucksachen legen.

Für die Herstellung des Stahlstichdruckes benötigt man einen Stahlstichprägestempel (natürlich aus Stahl, wie der Name schon sagt), in welchen die Schrift oder Zeichnung spiegelverkehrt eingraviert oder eingeätzt wird. Zu diesem Stempel wird ein Gegenstück gefertigt und beide Teile werden in die Stahlstichprägepresse eingespannt. Der Stempel wird mit einer dickflüssigen Spezialfarbe eingestrichen, von der die überflüssigen Reste mit einem Spezialpapier abgewischt werden. Die Farbe bleibt dann in den eingravierten Vertiefungen des Stempels und wird durch den Prägevorgang auf das Papier übertragen. Das Gegenstück des Prägestempels drückt das Papier in die Vertiefungen des Stempel, in die die Farbe eingewischt wurde. So entsteht auch die charakteristische Prägenarbe auf der Rückseite des Papieres. Danach wird das Papier zum Trocknen ausgelegt.

Wenn Interesse am Stahlstichdruck besteht, dann bitte bei RiemerDruck in Hamburg melden. (Tel. 040-41161640) Hier wird dieses Prägeverfahren immer noch im eigenen Hause angewendet.

Eine Handpresse hat RiemerDruck an das hamburgische Museum für Arbeit gespendet. Von Zeit zu Zeit werden dort auch Vorführungen genmacht, um dieses Prägeverfahren zu zeigen.

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Drucksachen sind nicht tot

Vor Jahren wurde vom papierlosen Büro gesprochen und man meinte, dass es bald kein bedrucktes Papier mehr geben wird. Dies ist aber glücklicherweise bis jetzt noch nicht eingetreten.

Es können Bücher elektronisch gelesen werden und eine Visitenkarte kann durch einen QR Code ersetzt werden, der per Smartphone gelesen und archiviert werden kann. Werbeflyer können durch Online Werbebanner oder Googlewerbung abgelöst werden und statt Prospekten und Broschüren gibt es die Homepage. Es wurde bisher nichts ersetzt, sondern es sind nur neue Angebote hinzugekommen. Die gedruckten Medien haben ihren Platz noch behaupten können und durch alte und neue Drucktechniken in Verbindung mit Veredlungstechniken können diese heute so vielfältig gestaltet werden wie nie zuvor.

Auf dieser Seite möchten wir zukünftig über verschiedene Drucktechniken, Veredlungsmöglichkeiten, Papier und Interessantes aus dem Druckbereich im weitesten Sinne schreiben. Anregungen nehmen wir gern entgegen.

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